Ingrid Kühne - Nur ma so...

Ingrid Kühne - Nur ma so...

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00:00:05: Ingrid.

00:00:03: Ingrid!

00:00:04: Ingrid?

00:00:05: Ingrid?!

00:00:07: Ingrid!!!

00:00:08: Ingrid!!

00:00:09: Ingrid!!!!!

00:00:09: MAMMA!!!!

00:00:10: Ingrid??

00:00:12: Ingrid???

00:00:12: Ingrid????

00:00:13: MAMA!!!

00:00:13: Ja, geht sofort los ich komme gleich.

00:00:16: Ja Ingrid dann fang an.

00:00:20: ja hallo ihr lieben dieser podcast jetzt am thirteenth juni wird anders.

00:00:28: er wird anders als all die anderen podcasts vorher denn Mit dem Podcast mache ich glaube, eine Art Trauerbewältigung für mich selber.

00:00:43: Ich habe mich fast schon gefreut darauf auf diesen Podcast als ich ihn aufnehmen kann.

00:00:49: Ich hab bewusst bis heute gewartet.

00:00:52: Ihr wisst, dass ich manchmal so einen Podcast schon zwei Wochen vorher aufnehme oder ne Woche vorgehe nachdem wie es zeitlich passt.

00:00:58: und ja jetzt Samstag muss der Podcast fertig sein das heißt spätestens Freitagabend muss der aufgenommen sein und ich sitze jetzt hier wie immer ganz oft.

00:01:12: viele wissen, dass ich sitße in meiner Küche und erzähle.

00:01:17: Und erzähle einfach dort was mir gerade in den Kopf kommt, gerade was ich meine, was ihr unbedingt wissen müsst und ja einfach alles was gerade Lustiges Fröhliches passiert wo ich mich aufregen kann, wo ich einfach euch teilhaben lasse weil Irgendwas tierisch wieder angesickt hat oder so was, aber ich glaube Ihnen auch keinem einzigen Podcast habe Ich darüber gesprochen also bestimmt schon darüber gesprochen dass ich gesagt hab oh Gott ich darf gar nicht dran denken wenn es irgendwann mal soweit ist.

00:01:53: das merkt jetzt wie schwer mir der überhaupt fällt hat auszusprechen dass meine mama nicht mehr da ist.

00:02:03: heute.

00:02:05: Heute haben wir mal beerdigt und eigentlich vor einer Woche.

00:02:10: Freitag am fünften, fünfen... Ich rede einen Mist!

00:02:16: Am fünften Juni ist Mama morgens eingeschlafen.

00:02:21: Ein Drehbuch hätte sie nicht schöner schreiben können.

00:02:23: Am fümpften um fünf Uhr fünfundfünfzig Das ist so wie inszeniert Und ich war dabei und ich bin so unglaublich dankbar dass ich dieses Versprechen, das ich meiner Mutter vor ganz, ganz vielen Jahren gegeben habe.

00:02:42: Sie hat so viele liebe Menschen die sie hat begleitet in den Tod, dass sie da war in den letzten Stunden, dass sich für manche ja ich sag mal stunden tagelang am Bett gesessen hat wie man merkte, dass es soweit ist ob es mein Vater meine Oma Meine Onkel, wie auch immer ganz viele Menschen.

00:03:08: Mein Opa, wo meine Mutter da war und hat die Hand gehalten in den letzten Stunden Und sie hatte immer ganz große Panik davor alleine zu sterben.

00:03:22: Mama sagt immer ich kann mir nicht vorstellen Wendet dann soweit?

00:03:25: Meine Mutter hatte keine Angst.

00:03:26: Meine Mutter hat nie gesagt Ich habe keine Angst wenn ich gehe.

00:03:30: Auf der anderen Seite sind so viele Menschen, die ich liebe.

00:03:33: Es gibt auch viele tolle Menschen, welche ich wiedersehen werde.

00:03:37: Ich habe keine Angst vor dem Tod und ich weiß genau... auf der anderen seite geht es weiter.

00:03:45: Für mich ist ganz wichtig, dass sie diesen Glauben hatte.

00:03:48: Meine Mutter war eine unfassbar gläubige Christin.

00:03:55: Wenn bei uns irgendwann Mama machte jemand Kerzken an Meine Mutter pilgerte ständig nach Kevela.

00:04:01: Meine Mutter war immer in der Kirche eine ganz gläubige Kirchgängerin auch, die nie infrage stellte, dass das Gott da war, dass Gott sie trächt und uns beschützt.

00:04:13: Und wie Sven, zwei-sebzehn so krank war, weiß ich dann meine Mutter gefühlt, in der Kierche gewohnt hat und hat für Sven gebetet und was ja damals auch geholfen hat dazu.

00:04:27: diese schlimme Krise damals überstanden hat.

00:04:30: Und deswegen für meine Mutter war immer Kirche ganz, ganz groß und deshalb habe ich mich sehr gewundert.

00:04:38: wie sie vor drei vier Jahren zu mir sagte Sie möchte aber nicht doch nicht kirchlich begegnigt werden.

00:04:45: Ich sag bitte ist ja was jetzt?

00:04:48: Ja!

00:04:48: Ich hab mit der katholischen Kirche so ein bisschen Probleme gekriegt und also sie hatte Probleme wie sie immer sagte, mit dem Bodenpersonal.

00:05:00: Sie fand vieles nicht gut was passiert ist, sie fand viel es nicht gut wie damit umgegangen wird.

00:05:06: Sie sagte ein Pfarrer heutzutage ist nicht mehr ein Pfarrer der berufen ist zu seinem Beruf sondern er ist einfach ja ein Dienstleister.

00:05:16: Es ist nichtmehr dass ein Pfarre direkter Seelsorger ist.

00:05:21: und also sie hatte sie wollte gerne beerdigt werden tollen Priester, der eine tolle Messer hält mit einer Trauerrednerin die mit mir persönlich befreundet ist und die mehr versprochen hat.

00:05:36: Wenn es irgendwann so weit ist mit Mama dann bin ich da und wir machen ein toller Abschiedsfeier für deine Mutter und ich weiß das hätte Mama gefallen und ich habe dann irgendwann mit Mama darüber gesprochen und sie sagte Ja, aber in der Kirche können wir ja trotzdem.

00:05:55: Das ist natürlich ... Wir können in einer Kirche und Andrea hält dann da diese Rede und ich habe tatsächlich versucht mit einer evangelischen Pfarrerin irgendwann zu sprechen weil meine Mutter sagte dann irgendwann so auch die kommt hier in meine Kirche, das ist schön, das machen wir!

00:06:15: Im alten Heim in Aldekeck wurden Messen gehalten und er hat immer so schön gepredigt, die könnte da chilln machen.

00:06:23: Es gab auch die Gespräche aber wo es dann hieß ich kann die Predigt selber, da brauche ich niemand für.

00:06:29: Und dann habe ich gesagt ja das hat nichts mit Brauchen zu tun sondern es ist für uns wichtig dass es jemand ist der Mama auch gekannt hat und damit Mama auch eins ist und man merkte einfach, dass es nicht gewollt war.

00:06:47: Und nachdem Willy vor zwei Jahren, fast vor jetzt fast zwei Jahren gestorben ist, haben wir eine Beerdigung erlebt mit einer Trauerrednerin wo meine Mutter hinterher ja ganz begeistert sagte, hey Ma so machen wir das!

00:07:01: So was denn?

00:07:03: So machen wir da, da brauchen wir keine Pastor.

00:07:05: Da triegeln wir alleine mit so jemandem der dann über mich erzählt sie fandet schön dass beim Abschied dann über den Menschen erzählt wird, das der Mensch im Vordergrund steht.

00:07:17: Der, der da gerade geht und Da war für Mama klar so machen wir das und Wir haben als ja Mutter und Tochter oft darüber gesprochen.

00:07:30: Ralf und Sven gingen dann raus wenn so Themen kamen.

00:07:32: da brauchste die beiden nicht oh Gott ne also das ein Thema das nee da will ich nicht drüber reden aber meine mutter ist ihr ganzes Leben lang total tough und straight gewesen.

00:07:44: Warum sollte man dann auch nicht über die Situation sprechen, was passiert wenn ich mal nicht mehr da bin?

00:07:48: Und sie ist zumindest so dass sie keine Sachen irgendwo auf sich zukommen, die es in solchen Fällen... ...und ich weiß das sie irgendwann bei Lemen war.

00:08:03: Lemen ist der Bestatter in Alde-Kerk.

00:08:07: Die haben auch einen großes Möbelhaus und man hat sich irgendwann da dran vorbeigegangen.

00:08:12: Und er hat dann gesagt, jetzt gehst du mal eben rein!

00:08:15: Und hat dann zu Bernd gesagt, hör mal Bernd ich wollte dich mal fragen kann man so einen Saarich auch vorher kaufen?

00:08:22: Und Bernd hat gesagt wie meint ihr jetzt den Saarchfeuer?

00:08:24: Es gibt so Versicherungen da kann man das mit die kann man abschließen und dann kann man auch schon Sachen regeln und machen.

00:08:31: und ja dann machen wir das jetzt.

00:08:35: Bernd sagt, du weißt wie deine Mutter ist.

00:08:36: Wir haben da lange darüber gesprochen und oft untersaugt Bernd, du weißst wie die ist ne?

00:08:40: Der steht dann bei mir an und sagt, gar nicht mehr den sage ich denn auch auszusuchen!

00:08:43: Ich kriege ja einen Weißen, ne?

00:08:45: Und der Bernd gesagt, was kriegst du?

00:08:47: Ja, ich krieg ihn ein Weißn, sag' ich.

00:08:48: Er sagte, wir haben schöne Eichelserge und wir haben Schöne auch aus Kiefer... Ne!

00:08:56: Meiner ist weiß, das weiße ich also.

00:08:59: Das hat meine Mutter aber schon gesagt als wir, äh, als meine Cousine.

00:09:04: Wann ist Erika?

00:09:05: Dreiundachtzig.

00:09:05: Ist meine Kusine gestorben und hat meine Mutter da schon zu mir gesagt, so einen weißen Saarich kriege ich auch.

00:09:12: Ich sage wie.

00:09:12: Hier war es weiß waren Mamas Farbe.

00:09:14: Mama hat auf dem Friedhof bei Papa auf dem Grab.

00:09:17: Es waren immer weiße Blumen in der Vase.

00:09:22: Es war ein weißes Blumen gepflanzt.

00:09:25: Das ganze Grab war in Weiß gehalten.

00:09:27: Und wenn ich dann Blumenstrauß mitbrachte in Bund, wussten alle einen ganz alten Kerk auch.

00:09:32: Ingrid hat ein Blumenstrauß hingestellt, er ist nicht von Gertrud und deswegen war für sie auch klar dass ihr diesen weißen Saarich kriegt.

00:09:41: Ich kann jetzt nicht hundertprozentig sagen ob sie das gesagt hatte, ich kaufe den weißen Sauri jetzt schon weil ich weiß nicht ob ich bei Ingrid einen krieg.

00:09:49: Und da hat sie irgendwann auch zu mir gesagt, hör mal ich habe den Saarich bestellt.

00:09:52: Ich sag was hast du?

00:09:53: Ich hab einen Saarisch bestellt.

00:09:54: der blöde Lemoner hat sogar noch gesagt wollte zur Probe legen aber da habe ich gesagt, da brauche ich nicht und tu's ja decken unten rein.

00:10:01: Und genau das war Mama.

00:10:02: Berns sagt wir haben so gelacht wie die hier stand und er macht Zeig mal.

00:10:07: Dann hat ihr diesen weißen Saarch gekauft in Anführungszeichen über diese Sterbeversicherung die sie dann abgeschlossen hat.

00:10:15: Und dann hab ich gesagt ja muss ich den jetzt weg tun.

00:10:18: Was musst du weg tun?

00:10:19: Ja, den sage ich.

00:10:20: Warum musst du denn weg

00:10:21: tun?".

00:10:22: Ja, hat er gesagt weil es könnte ja sein, dass du plötzlich stirbst.

00:10:25: Ich sterb noch lange nicht.

00:10:27: und aber trotzdem sagt er kann ich den jetzt nicht verkaufen.

00:10:32: Weil wenn du dann plötzlich stirbs und ich bekomme ja nicht von heute auf morgen so ein Sahneu und wie der blöde Zufall hat manchmal gemeint oder will... würde ich jetzt heute diesen Seich verkaufen und ein Tag später stirbst du.

00:10:47: Und dann stehe ich da, und dann habe ich diesen weißen Seich

00:10:49: nicht.".

00:10:50: Er sagte, er kriegt dann auch nicht von heute auf morgen irgendwo so einen weißen Saarcheher.

00:10:53: Also ja... Dann hat Bernd gedacht, ja, da kann ich den schön irgendwo hinstellen.

00:10:58: Denke ich den ab mit ein paar Decken.

00:11:01: Wenn der Tod irgendwann soweit ist, dann hole ich ihn raus.

00:11:04: Ja, das war aber leider nicht möglich weil ... Dieser Sarg weiß, lackiert mit Schleiflack oder wie der Zeug heißt ist und sagt wenn du den in eine Temperatur stellst die nicht gleichbleibend ist platzt dir der Lack auf.

00:11:18: Also geht nicht!

00:11:21: Und so stand dieser Sarg von Mama neun Jahre, neuneinhalb Jahre bei Berndt in der Ausstellung und jeder zweite der sagte Gott weißen Sarg wer will denn heute noch?

00:11:32: Und dann hat Bernt immer schön gesagt er ist von Gertrud Der ist von Gertrud Enger wie?

00:11:37: Ja, der steht hier schon fertig.

00:11:39: Den hat er schon gekauft.

00:11:41: Also es war immer ein sehr schöner Lacher und das haben auch Leute zu mir gesagt, ja mal stimmt, da hat deine Mutter, ja ich sag praktisch denken, sehr geschenken.

00:11:50: Da war wirklich... also die ist so!

00:11:51: Und für mich war's leicht.

00:11:56: Wir haben Listen gemacht, wer wird eingeladen?

00:11:58: Meine Mutter hat das gefühlt, müssen da gefühlte dreihundert Leute zum Kaffee eingeladen werden.

00:12:03: Leute wo sie seit ja ich sag mal zwanzig jahr nichts mehr mit zu tun hat.

00:12:08: Menschen die Sie ganz ganz stark begleitet haben, die mit ihr ja ich sage mal ganz ganz viel zu tun gehabt haben.

00:12:17: diese aber die letzten fünf Jahre die sie jetzt nicht mehr so gut kann.

00:12:21: Sie hat ja Anfangs, ähm... ...zweitausenddreizehn ist sie ins Altenheim gezogen aber in eine Wohnung eine Ja wo sie noch selbstbestimmt und alles hatte.

00:12:29: und seit äh zweieinhalb Jahren ist sie jetzt stationär wie man so schön sagte im Altenheim weil nach dem Oberschenkel-Halsbruch konnte sich er sich nicht mehr alleine versorgen.

00:12:40: und ich habe dann zuerst gesagt, wann kommst du irgendwie zu uns?

00:12:43: Nee!

00:12:44: Ich geh' denn jetzt geht euch das alte Kerk weg.

00:12:48: Also wenn du mich pflegen willst, Engrid sei ehrlich.

00:12:50: Ich sag bitte Mama!

00:12:53: Lass mich mal schön in Altekerk geboren und ich werde auch an Altekek sterben.

00:13:00: Und das war für meine Mutter ganz wichtig nicht aus Altekekk rauszukommen.

00:13:05: In dem Altenheim... also ich habe nie gedacht dass ich das irgendwann mal von einem Altenheim sagen werde.

00:13:11: aber dieses Alten Heim in Altenkerk war für Mama ein Zuhause geworden die die komplette Belegschaft, die Leitung und Führung.

00:13:21: Es werden vornehmlich Aldecker aufgenommen.

00:13:25: Da teist die Hälfte der Leute Kennt-Mama aus Kindertagen, wo man sich seit ganz vielen Jahren kennt.

00:13:33: Meine Mutter hat diese ... ob es jetzt Stadtlandflussspielen war oder Gedechnis-Training oder Sport, was sie da alles angeboten haben.

00:13:43: Meine Mutter hat alles mitgemacht und Spaß und Freude.

00:13:48: Etwa für sie konnte ich ja nicht mehr sehen.

00:13:51: Bingo hat's noch nicht gespielt weil die Zahlen gar nicht sehen.

00:13:54: Weil sie ja schon fast blind war.

00:13:58: Wir haben immer sehr gelacht.

00:13:59: Da soll ich sagen, kannst du doch hingehen?

00:14:02: Was ich jemand fragen lieg mir mal, nicht mehr meine Zahlen hin.

00:14:06: Ich gewinne ja nie!

00:14:07: Wir können dich ja Bingo nie gewinnen weil bis da die meine Zahlen licht hat ja schon jemand anders links Bingo gerufen.

00:14:13: Nee das wollte sie nicht.

00:14:14: Das war nix für Mama.

00:14:16: und aber sie hat der schönste Zimmer hatte sie.

00:14:22: Da hat der Reifen hier ausgesucht.

00:14:24: wir haben uns damals Dieses Haus angeguckt und dann wurde uns ein Zimmer gezeigt und sagte so, das wäre in der Größe.

00:14:31: Wir sind die Zimmer mit dem Badezimmer dabei und es gäbe dann aber wohl ein anderes Zimmer.

00:14:37: Nein, sie treibt.

00:14:38: Dann nehmen wir das.

00:14:39: Das ist so schön, sondern durchflutet um meine Schwiegermutter.

00:14:42: Die hat gerne Sonne, die hat gern Licht.

00:14:46: Also einfach gerne ein helles, schönes Zimmer.

00:14:50: Ja, das haben wir jetzt eigentlich hier.

00:14:51: Kurzzeitpflegezimmer oder irgendwie so ein paar Nase treibt da.

00:14:55: Find ich jetzt müssen wir nicht drüber diskutieren und wir haben dann lange, lange mit denen doch diskutiert bis es endlich hieß ja komm wir können auch solange diskutieren bis der andere sagt irgendwann sag ich jetzt ja bevor die uns so lange auf den Sack gehen.

00:15:11: und so kam man mal in dieses Zimmer die ganze Wandwelle voller Bilder von ihren Brüdern vom Papa Oma von Opa, von Menschen die sie im Leben begleitet haben, die ihr ganz viel wert waren.

00:15:24: Die hingen alle bei ihr an der Wand und das hat sie geliebt diese Bilder zu gucken und zu sehen.

00:15:31: und Svenny in ja fast Lebensgröße hing da und das war manchmal mal ganz wichtig so.

00:15:39: Diese Bilder dann dieser Aktion zum achtendachtzigsten Geburtstag Ja, anderthalb Jahre her.

00:15:47: Also fast zwei Jahre.

00:15:48: und da hat sie immer gesagt, mein Gott, das tut er mit dem Achtundachtzigsten gemäher ist ja Schnapszahl.

00:15:53: Ich sag mal mal Schnapszahl!

00:15:55: Und ja, setze mein Weisetja nicht.

00:15:57: vielleicht werde ich auch keine Neunzig.

00:15:59: Das war ihr Ziel.

00:16:01: Neunundachtzlich war ihr Ziel immer zu werden weil ihre Mutter unser Oma Cölli ist neunundachzig geworden und das war ihr Erziel wirklich ihr Ziel zu sagen so Ich werde genauso alt wie meine Mutter und ihre Schwester war ja jetzt auch zuletzt im Altenheim.

00:16:20: Und jeden Tag kam und mal eben hallo, dann fingen die zwei auf Blatt an zu schwadern.

00:16:28: Ich hab da ein Medo-Blatt gesprochen für die, was ist das denn?

00:16:32: Ja ich spreche noch alte Kerkerblatt und die beiden sprachen immer platt wenn sie miteinander geredet haben.

00:16:41: Das war Mois.

00:16:42: für meine Tante, für meine Onkel war Mama immer Mois.

00:16:45: Mois war immer die kleine Maus.

00:16:47: Jeder hatte da so einen Spitznamen bei denen in der Familie.

00:16:50: und ja sie war immer Moist, die kleine mause.

00:16:54: und daher auch sagt Sven auch immer Mama Mois zu ihr weil er fand das so niedlich.

00:17:00: Ich sagte ich sage nicht um alle Kerke oder so.

00:17:02: Da fiel ich doof.

00:17:03: also er fand immer blöd diesen Namen Zusatz mit dem Ort wo diejenige wohnt.

00:17:10: Deswegen fand Sven immer gut, auch mal Mäuse.

00:17:14: Auch bis zuletzt ist Sven gefühlt jede Woche gefahren, also mindestens drei, vier, fünf Mal im Monat fuhr er zu Oma und das sind von uns aus ja thirty-fünf Kilometer bis all die Kerke und das war für den Nähenthema auch mal besuchen und mal eben hinfahren und mal quatschen.

00:17:36: Gerade die letzte Zeit, dann war meine Mutter immer völlig aus dem Häuschen, wenn sie sagt, ah der Sveni war wieder hier.

00:17:41: Was haben wir gelacht?

00:17:43: Mein Gott!

00:17:43: Was haben weh

00:17:45: gelacht?!

00:17:45: Ich sag wo drüber denn da brauchst du gar nicht wissen.

00:17:48: Da konnten sie auch dann meistens in ihr Zellen hauptsache sagen, Spass und Sveni waren genauso euphorisch, wenn er nach Hause kam und gesagt, boah was haben wir wieder mit Oma gelacht und so und deswegen... Sie hat nie gehadert, sie hat nie geklagt.

00:18:02: Sie hat nie gesagt wo ist alles scheiß ich habe keinen Bock mehr geben.

00:18:05: Er sagt das ganze Leben.

00:18:07: Die letzte Zeit ist ja im letzten Jahr im September nochmal gefallen und danach hat sich wirklich nur noch in Bett gelegen und konnte nicht mehr aufstehen.

00:18:20: Es macht hier aber nichts, also machen wir immer jemand der super gerne gelegen hat.

00:18:24: Der kann auch vierzehn Stunden schlafen ist doch kein Problem.

00:18:28: Das war für sie nie ein Thema zu sagen auch Sie müssen jetzt im Bett bleiben.

00:18:32: oder wenn die jetzt meinem alte Kerl gesagt hätten morgens dann sind mal Freigabe würden sie heute gern nicht rausholen.

00:18:37: haben wir nämlich keinen Bock drauf so bleiben sie mal schön liegen.

00:18:41: oder wie das in vielen heimen so ist was Freundinnen von mir berichten deren Eltern da sind.

00:18:47: Da kommst du den mittags besuchen liegen noch im Bett.

00:18:50: Und dann sag ich ja mal, wieso liegt mein Vater denn noch im Bett?

00:18:53: Ja der wollte heute nicht aufstehen.

00:18:54: Dem war es heute morgen nicht gut.

00:18:56: und dann fragst du deinen Vater und er ist nicht geistig dadeben und sagt wie die haben gesagt wir haben jetzt gerade kein Personal um dich aus dem Bett zu holen.

00:19:03: Dann wurden Menschen da im Bett.

00:19:04: Das gab den Altekerk nicht.

00:19:06: Die motivierten immer und sagen kommen wir dort raus.

00:19:09: Wir stehen jetzt auf und was da in dem Heim abgeht... Wie viel Liebe, wie viel Empathie Wie wichtig der Mensch ist.

00:19:22: Also da ist es wirklich so, der Mensch... steht im Vordergrund.

00:19:26: Wenn ich gehört habe, wie oft die meine Mutter geduscht und gewaschen und gebadet haben – meine Mutter badete gerne!

00:19:33: Und ich glaube, Baden ist für den alten Menschen der sich selber nicht mehr gut helfen kann, der nicht mehr mobil ist, ist Baden ein ganz, ganz großer Aufwand.

00:19:44: Wie oft meine Mutter sagt, ich durfte heute wieder baden?

00:19:47: Ich sage mir, was?

00:19:48: Ich war eine Badebanne, riech mal, aber ich leck auch rieche.

00:19:51: Was hatte die dann in Spaß?

00:19:53: wo ich immer gedacht habe, mein Gott!

00:19:55: Also wirklich wenn sie wollte, wurde jetzt zwar mal der Woche gebadet und abgesehen davon wie oft sie geduscht wurde.

00:20:02: Und mit wie viel?

00:20:05: Ja, ich sag mal... Aufwand.

00:20:08: und mit wie viel?

00:20:09: nicht eben abgeduscht angezogen und sie zu sondern eingegremt.

00:20:14: Und ich weiß nicht, die haben der der Fingernägel lackiert wenn wir kamen, wenn man ganz stolz guck macht.

00:20:19: Guck mal knallrote Fingernegel bis zum Schluss.

00:20:23: Nadine hat ihr noch die Fingarnägel gemacht tatsächlich also aufgepimpft ein bisschen weil Wand zwei drei Finger so ein bisschen abgeplatzt Ja, und dann hat sie gesagt, nee, sagt sie.

00:20:35: Also das so geht halt nicht die mache ich noch fertig ne?

00:20:38: Und dann haben wir dir auch noch fertig gemacht die Fingernägel da zu schön.

00:20:41: also jetzt bei Mama auch immer sagt wenn ich da oben ankomme zeige als erstes der Fingerenägel ja, ich sage das ist klar, ne?

00:20:47: Da sagt sie, wenn ich dann auch winkt, dann müssen Leute auch sehen dass ich den Fingermägel gemacht habe.

00:20:53: wie heißt das stimmt nur meistens winkt man ja andersrum Man winkt ja meistens so, dass man selber die Finkernägeln sieht Ja, sagt Mama aber nicht wie eine Königin.

00:21:01: Bei einer Königine sind andere so rum, ich sage stimmt!

00:21:04: Ich sag du bist der Königinn natürlich.

00:21:06: und ja und ich weiß nur dass ich da in dem Altenheim eine Wertschätzung des Menschen erlebt habe von meiner Mutter die wirklich ihresgleichen sucht und ich würde immer wieder sagen, ich bin so froh dass sich diese Entscheidung damals so getroffen hat.

00:21:26: Wir haben lange überlegt sie hier irgendwo in den Pflegeheim zu holen das sie näher dran ist, da wir öfter hin können und ich glaube meine Mutter wäre eingegangen wie eine Priebel ne?

00:21:36: In Alde-Kerk mit wenn du da aus dem Garten guckst guckste auch in die Richtung wo sie früher gewohnt hat, wo sie ihr Häuschen hatte die Menschen, wenn sie nur an der Straße ist.

00:21:47: Also praktisch da ein paar gesessen hat oder an der Strasse mal gestanden hat wo Leute vorbeikamen und diese alle kannte, die dann mit ihr erzählt haben und... Sie hatte ja auch fast zehn Jahre in der Wohnung gelebt.

00:22:01: Dann auf dem Balkon gesessen und Anteile an allem genommen und das waren für Mama ganz tolle Jahre da und ich habe sie oft gefreistert.

00:22:12: Meinst du das wirklich ernst?

00:22:13: Wenn du sagst hier ist es schön Ja, bist du doof?

00:22:15: Ja sicher, mach ich das ernst.

00:22:17: Du glaubst doch wohl wenn dir hier nicht gefallen wird!

00:22:19: Das wüsste es so untergenau der Arzt gerecht Wenn er das nicht gefallen hätte, da hättet ihr denen nach Woche gesagt So jetzt zieh mal zu Jetzt kannst du mal Neues haben.

00:22:27: So und hier bleib' ich nicht.

00:22:28: Da sind alle doof, das wär für meine Mutter.

00:22:31: Du merktest natürlich auch wen die super gern mochte Und wie die ja vielleicht jetzt nicht ganz so dolle gern hatte, ne Jens war immer der Lieblingsflager.

00:22:41: Ich sage so, viele Männer sind ja auch hier nicht auf der Station.

00:22:46: In den letzten Abenden wurde sie dann nachts noch mal immer gelagert und weil sie sehr große Schmerzen hatte, weil sie vom Liegen alles weht hat die Beine taten ihr Wehen nach dem zweiten Sturz und es war immer alles sehr schmerzhaft und da musste sie aber immer gelagert werden damit sie nicht durchgelegen ist.

00:23:04: Ja, und dann kamen nachts die zwei Pfleger und haben sie umgebetet.

00:23:09: Und da sind meine Mutter ja typisch Männer so rau wie ihr seid.

00:23:12: Mein Gott sei dir rau, ne?

00:23:14: Und das tut weh!

00:23:16: Dann sagten die Männer, ohja, das muss auch gemacht werden und nützt ja nichts,

00:23:20: ne?!

00:23:23: Ich hab dann auch so gesagt, ich sage mal, jetzt hör auf zu nüllen.

00:23:26: Ich dachte, sei froh, dass sie's machen, ne!

00:23:29: Sagt sie im Grunde, muss hier dankbar sein,

00:23:31: ne!?

00:23:32: Wenn man mit fast neunzig Nachts um die Uhrzeit noch zwei junge Männer an Bett stehen hat, ja da muss man dankbar sein.

00:23:39: Solche Klöpper hat ihr dann auch geschossen?

00:23:41: Die haben so viele lustige ... Wir haben noch so viel gelacht in den letzten Tagen und... Ja ich bin Montags morgens angerufen worden.

00:23:52: Jetzt ist sogar von Jackie die Nachtschwester.

00:23:54: Da ist noch Familie von uns und die dann sagte Ingrid, ich glaub du müsstest jetzt kommen!

00:24:00: Da hat sie mich angerufen, ganz früh.

00:24:01: Ich bin dann sofort ins Auto und bin da hingefahren... ...und habe im Auto wirklich weinend nur gebetet und gesagt bitte lieber Gott lasst mich rechtzeitig kommen!

00:24:10: Bitte, ich möchte nicht zu spät kommen.

00:24:13: Man hat ja viele Menschen, die einen Menschen verloren haben, die sagen Mensch wäre doch etwas eher da gewesen oder sowas.

00:24:22: Es gibt natürlich auch viele Menschen die es gehen können wenn die lieben nicht da sind.

00:24:27: wenn die lieben, was weiß ich mal rauszugehen aus dem Zimmer weil sie gar nicht wollen dass die dabei sind.

00:24:32: Ich glaube jeder Mensch ist da anders und meine Mutter ... ich hatte zwischendurch auch das Gefühl, dass sie nicht gehen kann, weil ich da bin aber gleichzeitig auch wieder das Gefühl... Wenn ich nur weg ging, wenn die die Augen aufmachte war sofort so dieser suchende Blick wo es ah da ist ja und du merktest sie wurde ruhig Sie fingen an nervös die Augenaufzureißung guckte wenn sie mich gesehen hatte, war gut.

00:24:58: So im Sinne von ich sage immer mal, ich bin hier!

00:24:59: Ich bin da und dann bin ich also an dem Montag dahin gerast und hab wirklich nur gedacht lieber Gott bitte mach es dass ich rechtzeitig da bin.

00:25:09: und ja...ich war rechtzeitig dort und wir haben noch erzählt und das war gut.

00:25:15: und ich habe dann immer gedacht die ist doch niemals so weit als die jetzt schon geht.

00:25:20: Also die geht jetzt nicht sagte man mir auch, dass sie sich jetzt im Vergleich zu heute Morgen also ich sage mal ein zwei Stunden vorher so berappelt hat wieder und Ich hatte dann aber Angst.

00:25:33: Ich hatte Angst zu gehen weil ich die ganze Zeit gedacht habe wenn es jetzt geht Dann bist du wirklich gegangen?

00:25:41: Und weil irgendetwas wichtiger war als deine mutter und das konnte ich mir nicht vorstellen und ich habe auch gedacht Ich würde mich nie verzeihen können nicht da gewesen wäre, wenn sie gegangen ist.

00:25:56: Ich habe immer gedacht, lieber Gott, wenn irgendetwas passiert und in dem Alter ist ja so was, wenn jemand neunundachtzig ist, der glücklich vielleicht nachts oder abends ganz friedlich einschläft und morgens einfach nicht mehr wach wird dann wär ich auch nicht da gewesen.

00:26:13: und da hab' ich mal gedacht, boah, wenn das passiert, dann brauche ich wahrscheinlich eine ganze lange Zeit um damit zurechtzukommen dass ich nicht da war und deswegen habe gesagt, ich kann nicht weggehen.

00:26:26: Ich kann nicht mehr gehen!

00:26:27: Ich muss hier

00:26:28: sein!".

00:26:29: Und die vom Altenheim so vor, ja, wir machen alles, bleibst ihr hier?

00:26:33: Ja, kannst du hier

00:26:33: bleiben.".

00:26:35: Meine Mutter hatte ein Fernsehsessel im Zimmer stehen und hat gesagt, herkann ich super drauf

00:26:38: schlafen?".

00:26:38: Und ich sag, meine Mutter hat hier tausend Stunden darauf gelegen und verbracht und sie sagte der ist so bequem.

00:26:46: Vielleicht hatte meine Mutter eine andere Form von Bequem vielleicht auch weil meine Mutter ... zwanzig Zentimeter kleiner und vielleicht auch... ...fünfzig Kiloliter ist, ich weiß es nicht.

00:26:57: Bequem ist anders!

00:26:59: Also bequem is mein Bett, bequeme is ein gutes Bett im Hotel,... ...bequem iß vielleicht auch so'n Hightech-Fernsehsessel aber definitiv nicht dieser, der bei Mama im Zimmer stand.

00:27:13: Der war... ...nicht bequemi.

00:27:16: Aber ich glaube bequEM war das unwichtigste... Adjektiv hat in dem Moment zählte, sondern da zählt er einfach nur dass ich da war und wir haben uns an den Händen gehalten.

00:27:27: Wir haben uns Geschichten erzählt.

00:27:29: Manchmal konnte es schlechter sprechen also ist viel eher schwerer.

00:27:34: Sie hat auch am Montag dann beschlossen für sich Ich esse nichts mehr, ich trinke nix mehr Und aufzugeben war nie eine Option für meine Mutter.

00:27:47: Meine Mutter ist so ne kämpferische Frau gewesen, die hat ihr ganzes Leben lang so gekämpft – für alles!

00:27:53: Für jeden!

00:27:54: Für Ungerechtigkeiten!

00:27:57: Meine Mutter is' thirty-six geboren, also da heißt vor im Krieg hier sind Kriegs….

00:28:02: Also sie hat eigentlich die wichtigsten Jahre in ihrem Leben... Die Kindheitszeit was wirklich im Kriech gewesen.

00:28:11: Ja, ich sag mal neun wie der Krieg zu Ende war und ja viele Entbeerungen.

00:28:17: Ihr Vater ist im Krieg gestorben und ist aber wohlbehütet in der Familie mit ihren drei Brüdern ihrer Schwester aufgewachsen Und sie sagt Ich hatte eine tolle Kindheit.

00:28:27: meine Brüder haben auf mich aufgepasst.

00:28:30: Ich habe tatsächlich später das lernen können was ich wollte In der Zeit einen Beruf zu erlernen, den du wirklich willst.

00:28:38: Meine Mutter ist Frisörse geworden und nicht Friseurin wie heute so schön heißt und auch nicht Fraseuse mit Ö. Meine Mutter wurde Friseuse geschrieben.

00:28:46: das hat sie auch wenn irgendwo steht ein Beruf meine Mutter mal geschrieben Friseuser also mit EU Und da war sie stolz drauf.

00:28:54: Sie war in Alde Kerk als wirklich der Blitz bekannt, wenn die mit der Fahrrad- und Lockenwickler durch die Gegenflitze und überall Haare gemacht hat.

00:29:02: Hier rein, da rein, private und erzählen.

00:29:06: Böse zogen würden sagen das war Schwarzarbeit.

00:29:08: aber ja... Das ist jetzt mittlerweile verjährt.

00:29:14: Aber für meine Mutter, sie war meistens auch noch so Psychologin unter wie ich es die Leute haben Ja, wenn sie kam erzählt und mit ihr alles ausgetauscht.

00:29:28: War schon ganz besondere Art und Weise.

00:29:33: Sie war immer stolz darauf, dass sie das gelernt hatte.

00:29:37: Sie hat Papa kennengelernt.

00:29:39: Papa war ein guter Freund von ihrem Bruder Köp.

00:29:43: Meine Mutter war schockverliebt und wollte ... hat immer gesagt, den heirate ich.

00:29:47: Und da sagte Köp, du heirates nicht meinen besten Skatpartner weg?

00:29:50: Du hast doch wohl nicht alle und solche Sachen!

00:29:53: Und tatsächlich ist es so gewesen dass meine Mutter dann irgendwann mitgekriegt hat das ein großer Ball in Aldekeck war... und Männer nur Zutritt haben wenn sie eine Frau mitbringen.

00:30:04: Und meine Mutter hatte dann meinem Onkel gesagt, kannst dem Alfred sagen Ich gehe mit dem dahin.

00:30:11: Ja mein Onkel hat das wohl auch gesagt.

00:30:13: Mein Vater muss wohl gesagt haben, ich habe schon eine Frau an meiner Seite und meine Mutter natürlich todtraurig.

00:30:19: Und es kam dann aber raus dass mein Vater am Eingang gefragt wurde wo denn seine Frau wäre weil das hätte er auf dem Plakat gestanden Einlass nur mit Herzdame.

00:30:30: Ja auch mein Vater hat dann tatsächlich die Herzdarme als Spielkarte aus der Tasche gezogen und hat gesagt da steht's doch einlasst nur mit herz dame.

00:30:37: hier ist Meine Herz Dame.

00:30:40: und ja Mama war natürlich sau froh, da das jetzt keine andere Frau in dem Leben war.

00:30:46: Und sie haben nachher auch geheiratet.

00:30:48: und ja, Papa ist viel zu früh gestorben.

00:30:52: Der ist die Achtte und Neunzig schon gestorbt fünf Wochen bevor Sven geboren wurde.

00:30:57: Ja, das war schon schlimm für Mama wie Papa plötzlich nicht mehr da war aber... Wie gesagt, meine Mutter hatte ihr ganzes Leben nur für uns gegeben.

00:31:05: Also das Wichtigste war, dass wir drei glücklich und zufrieden sind und dass sie Teil dessen war und war immer nur wichtig.

00:31:16: Hauptsache euch geht gut!

00:31:18: Und sie selber war immer hinten an.

00:31:21: aber so war sie Ob die als Ameland, als Kochmutter unterwegs war oder auch meine Freundin.

00:31:28: Ich habe so nette Nachrichten von Freunden aus Kindertagen gekriegt, die gesagt haben ich fand deine Mutter immer saukuhl!

00:31:34: Ich fand deine Mütter so lustig und lieb und so nett wie viele Leute alleine Oma Meus zu dersachten.

00:31:46: Ja, wo wir Freundschaften entstanden sind aus dieser Briefeaktion.

00:31:51: Sie hatten Brief gekriegt von einem kleinen Jungen von Milan.

00:31:55: Der geschrieben hat Mensch du hast am gleichen Tag Geburtstag wie ich.

00:31:59: und ja und dann sagte meine Mutter sofort mein Gott, guck mal der Junge da im gleichen Tag geburtstag kann zu dem was schicken.

00:32:06: Ist doch was soll ich ihm denn schicken?

00:32:08: Ja ein Geschenk!

00:32:09: Wenn der doch am gleichen Tag geboren ist, dann haben wir aber angefangen mit Milan zu schreiben.

00:32:16: Da stand auf unserer Agenda, dass wir das Mama Milan kennenlernt und sie auch tierisch drauf gefreut.

00:32:24: Aber es passt irgendwie zeitlich jetzt... Also es war ganz schwierig, der wohnt ja auch nicht hier in der Nähe und das war dann lange geplant.

00:32:32: Und dann ging's eh nicht gut.

00:32:33: und dann war die Karnevalszeit wo ich die ganze Zeit nicht da war, wo ich gesagt habe Ich wäre gerne dabei und wie man immer so schön sagt Man schiebt es auf und plötzlich ist es zu spät.

00:32:48: und jetzt auch bei den Trauerkarten... von Milan gelesen habe, der gesagt hatte um Mama ist es nicht mehr da.

00:32:57: Wem soll ich denn jetzt meine Lebensgeschichten erzählen die mir passieren?

00:33:00: und für mich ist ganz klar Ich werde jetzt an die Stelle von Mama treten und dann sollen wir die erzählen und dann soll er mir einfach erzählen was ihm alles gerade passiert und wie's ihm geht.

00:33:11: und ja das sind so Geschichten auf dem Weg.

00:33:17: Solche Geschichten haben wir auch dann in den Nächten erzählt und an den Tagen.

00:33:21: Und drei von Sven waren da, und wir haben wirklich damit drei Mann in dem Zimmer gesessen, Mama festgehalten und dann zu erfahren wie viele Menschen mal eben reinkamen und sagten, Mensch ich habe gehört hier geht es nicht gut Gertroth was ist los?

00:33:36: Die dann eben Gerdroth gedrückt haben und eben Mois gedrückt haben Die so liebevoll wie auch die Schwestern, da sind Schwester und Doro und Nadine waren, die hatten frei.

00:33:48: Also auch... Ich komme gar nicht auf die Namen jetzt alle, aber die dann obwohl das sie frei hatten zum Altenheim kamen weil sie einfach sagten ne ich muss aber eben nochmal gerthut.

00:34:03: Alle haben Blumen hingestellt, die haben Blume gekauft.

00:34:06: Du hast doch so gerne Rosen und ich habe dir noch mal Rosen mitgebracht aber keine weißen sei nicht böse.

00:34:14: Das sind doch schöne Rose, die müsste noch nicht unbedingt weiß sein.

00:34:18: Sonst musst du da immer alles weiß?

00:34:20: Nicht immer!

00:34:21: Also der gab dann auch schon mal Ausnahmen oder wie ich Streuße aus dem Karneval mitgebracht habe und die waren bunt Ja, dann war das auch okay.

00:34:29: Dann war auch Farbe dann mal gewollt und so.

00:34:33: Und ja also für uns war wir haben diese Zeit von Montagsmorgen bis Freitag morgens als so intensiv empfunden.

00:34:47: Und auch diese Anfangs, wenn ich ihr im Kuss gab, sagte sie immer tschö, hat sie mir gedacht, ich gehe!

00:34:52: So, wenn Ich Gehne und dann sagte er nicht immer ttschö, ich sage ich gehe nicht du wirst mich nicht los ich bleib hier.

00:34:58: und Dann Hat Sie gesagt, ich habe nicht tschöl gesagt ich hab gesagt schön ich habe schön gesagt da bin ich ja bereucht.

00:35:06: und das war wirklich bis zur letzten Minute dieser lacher wenn sie sagte schön Und ich sag mir, oder?

00:35:14: Schön.

00:35:15: Also das war nachher unser schön.

00:35:17: und ja es war eben nichts mehr offen wie viele sagen Mensch da hätte ich gerne noch gesagt Da hätte ich gern mit ihr besprochen oder so.

00:35:32: alles war gesagt und alles war geregelt und alles War gut.

00:35:38: sie freute sich wie gesagt auf Papa rauf ihre Mutter, auf meinen Opa.

00:35:44: Auf so viele Menschen die ihr vorausgegangen sind.

00:35:47: und deswegen man spürt auch wenn die Minute dann kommt und Doro hat abends zum Beispiel noch geschrieben um halb elf.

00:35:59: also Doro ist eine Schwester einer von diesen Schwestern die mir dann schrieb und sagte unter alles gut wie gesagt ich sage hm ich sag komisch.

00:36:06: also ich habe im Moment ein ganz komisches Gefühl Es ist nicht mehr so weit weg.

00:36:14: Und die Situation kam, ich sah wie du kommst.

00:36:17: Dann hat er sich um halb elf die Jacke nochmal angezogen auf das Fahrrad und ist noch mal zum Alpenheim gekommen.

00:36:22: und dann haben wir da gesessen.

00:36:23: und sie sagt hast du irgendwie mal geschlafen?

00:36:26: Ja, es war pro Nacht zu einem bis zwei Stunden.

00:36:28: dort habe ich echt geschafft.

00:36:30: also da hab' ich echt... Ja, dann habe ich meine Mitte diesen Fernsehsessel neben das Bett von Mama geschoben und die Klappen zurück hinten, die Knappe hoch mit den Beinen.

00:36:40: Und dann hab' ich da gelegen und hab' dann wirklich daneben meinen Arm beim Mama liegen gehabt.

00:36:47: Wir haben uns an der Hand gehalten... ...und wenn sie wach war und merkte dass ich da war, dann drückte sie die Hand klar bis dann sofort wieder wach.

00:36:57: aber du weißt Da ist jemand, sie ist da.

00:37:01: Selbst wenn ich geschlafen hätte und wäre wach geworden und Mama wäre nicht mehr da gewesen, dadurch dass ich sie festgehalten habe, wäre ich trotzdem da gewesen.

00:37:11: Ich glaube das war für Sie ganz wichtig und sie hat auch gelächelt Wie man so schön sagt, der letzte Atemzug wo ich wirklich dann gesagt habe, da saß gerade in dem Moment saß der Pfleger am Bett.

00:37:26: Der Pflegger kam, den die Nachtschicht hatte und um sechs Uhr ist ja der Wechsel.

00:37:31: Und dann kam er zu mir und sagte Ja Ich sag dann mal bis heute Abend.

00:37:39: Ich sage ich glaube nicht dass ich heute Abend noch hier sitze Sagt er meinst du nicht?

00:37:44: Nein ich glaub nicht!

00:37:44: Ich sage glaube nicht.

00:37:49: Die gucken ja meistens dann auf die Füße, weil sie sich als erstes verändern.

00:37:54: Und dann hat er auch so geguckt und sagte, ich glaube nicht, dass wir uns heute Abend noch sehen.

00:38:03: Während er da sitzt und wir reden, habe ich plötzlich gesagt, ich glaub jetzt geschafft.

00:38:11: Ich glaube Mama hatte gerade den Moment geschafft.

00:38:20: tiefe Atemzüge und ja, dann war ich alleine.

00:38:27: Dann ist dieser Punkt mit dem Tod der Mutter bist du plötzlich nicht mehr Kind.

00:38:36: Du bist plötzlich alleine!

00:38:39: Ich habe keine Geschwister, ich bin wirklich in dem Moment also jetzt abgesehen von Reif und Zwender das meine Familie und alles aber wirklich die Bindung, meine Mutter ist diejenige, die mich am allerlängsten kennt.

00:38:53: Die mich zu genau auch manchmal kennt wo ich manchmal gesagt habe ja komm'n oder wenn ich mich über sie aufgeregt hab wo ich gedacht hab Boah die ist so nervig.

00:39:04: Ich sag Mama du gehst mir und auch mit ihrer Art und das ging mir so manchmal gegen den Strich und meine Männer sagten Jo wahrscheinlich weil die genauso ist wie du Du bist da genau wie deine Mutter ist Heute.

00:39:16: Heute bin ich stolz auf den Satz, dass ich so bin wie meine Mutter.

00:39:18: Und ich bin sehr glücklich über die Zeit und vor allen Dingen die ganz lange Zeit, die wir gemeinsam hatten.

00:39:26: Ich bin siebenundfünfzig Jahre und habe immer noch meine Mama gehabt.

00:39:31: Wie viele mussten ihre Mutter schon viel früher gehen lassen?

00:39:35: Wie viel früher?

00:39:37: Vielleicht auch plötzlich... die gerne noch vielleicht manche Sachen geklärt besprochen oder irgendetwas hätten, denen das alles vor Wert geblieben ist.

00:39:47: Darum bin ich so dankbar für die Zeit, die wir hatten und für die schöne Zeit und das Leben wie wir das hatten.

00:39:56: Ich habe auch ganz viel Zuspruch von den Menschen bekommen... wo ich die Shows abgesagt habe.

00:40:02: Ich hab an dem Montag lange überlegt, den Dienstag haben wir dann entschieden und haben gesagt Wir müssen absagen weil ich gesagt habe ich werde hier nicht weggehen!

00:40:12: Ich bin bei meiner Mutter.

00:40:14: es gibt nichts auf der Welt was im Moment wichtiger ist als dass ich da bin wohin gehöre.

00:40:20: Ich gehöre auf eine Bühne und ich gehöere auch zu den Menschen, die sich freuen wenn ich komme.

00:40:25: Wenn wir einen lustigen Abend haben.

00:40:27: aber genau diese Menschen die diese Emotionen empfinden, die bei mir in der Show sitzen.

00:40:32: Genau diese Menschen haben auch das Verständnis und sagen ne so wie du bist würde es gar nicht passen dass du kommst und deine Mutter alleine zurücklässt in der Zeit wo sie dich braucht.

00:40:48: Ich habe gespürt, dass sie mich brauche.

00:40:50: Und ich habe gewusst... ...ich kann nicht weggehen und ich wusste aber auch das meine Fenster wirklich... Ja ich sag mal total chillig mit umgehen und sagen Ingrid du musst jetzt da sein und du musst da bleiben!

00:41:03: Meine Mutter hat auch zu mir gesagt poste dat mal.

00:41:05: also sie hat nicht posten.

00:41:06: gesagt.

00:41:07: die hat gesagt machst du dat da erinnert internet?

00:41:09: Und schreibst ihr denn dann wenn ich nicht mehr da bin?

00:41:12: Ja ich sage mal weiß ich nicht ob ich dat dann doch Die Leute kennen mich da alle, also natürlich kennt jeder meine Mutter.

00:41:19: Also da war sie von überzeugt weil sie sagt ich komm da auch in deine Programme vor die kennen mich doch.

00:41:24: Also das muss du da schreiben und schreiben immer der Gärtot ist nicht mehr.

00:41:29: Ich sag ja ich sage da schreibe ich dann vielleicht ein bisschen anders Und ich habe lange mit ihnen überlegt also ob ich das machen sollte.

00:41:37: aber in dem Moment wie sie ging hab ich gedacht Doch sie hat irgendwie auch recht irgendwie Interessiert die Leute es auch?

00:41:45: Wir hatten anfangs auch geschrieben, wir mussten drei Termine oder vier Termin haben wir verschoben.

00:41:49: Nienburg-Kloppenburg, Lingen und Aurich haben wir direkt verschoben in der Woche noch.

00:41:54: wo ich dann gesagt habe aus privaten Gründen haben wir glaube ich geschrieben.

00:42:00: Meine Agentur hat geschrieben irgendwie aus privater Gründen müssen wir die Termine verschieben.

00:42:04: Und wie viele Menschen mir da schon geschrieben haben ist was mit Mama geht mit Mama gut Ist irgendwas bei euch was ist denn los?

00:42:12: Ich war gar nicht in der Lage da allen zu antworten und dem nächsten Post tatsächlich, wie Mama dann gestorben ist.

00:42:22: An dem Morgen haben wir also auch sofort beschlossen, weil die Beerdigung erst am elften war.

00:42:26: Und am zehnten hatte ich noch zwei Termine in Zanten und am elften den Eschweiler und am dreizehnten den Wippa führt.

00:42:32: und da haben wir gesagt, die werden wir alle... Ich kann ja schlecht mittags meine Mutter beerdigen und abends gehe ich in Eschwäler auf die Bühne, das geht nicht!

00:42:40: Also schon gar nicht wenn Mama über Erden steht, also auf gar keinen Fall.

00:42:44: Und auch zwei Tage danach habe ich gesagt glaube ich nicht dass ich in der Lage bin auf eine Bühnen zu gehen.

00:42:48: deswegen ne Also die haben wir dann auch noch alle abgesagt und da ist dann auch dabei gesagt worden, dass eben Mama verstorben ist.

00:42:58: Wir haben dieses unfassbar schöne Bild von Mama gehabt.

00:43:02: hat er Ralf geschossen als wir letztes Jahr bei der U-十 vier waren bei der Schlagerreise Und dann hatte sie besucht und dann hat er mir dieses Foto geschickt.

00:43:11: Dann hat er gesagt so winkt mal der Ingrid uns im Svenny Ich schieß mal ein Bild von dir und dann hat sie das Bild gemacht von ihr.

00:43:19: Und hat mir das Bild zugeschickt und sagt, ich bin gerade bei deiner Mama.

00:43:22: ganz liebe Grüße!

00:43:24: Und ich habe dieses Bild gekriegt und hab in Spanien gesessen... ...ich habe Rots und Wasser geholpt ins Fernseher.

00:43:29: Was hast du denn?

00:43:31: Weil ja das ist so, es ist so ein supergeiles Bild von Oma.

00:43:35: Ich sag weiß wo dieses Bild für ist, dieses Winkende also wirklich dieses Winken.

00:43:41: der lächelnde Menschenkind wird einfach diese Liebe ausstrahlt in diesem Bild und wo ich gesagt habe, das brauche ich.

00:43:53: Irgendwann brauche Ich dieses Bild?

00:43:55: Und Sven Seltbommer ist jetzt nicht ein Ja doch!

00:43:58: Ich sage genau dafür.

00:43:59: Genau für diesen Fall ist dieses Bild Jetzt und stand überhaupt nicht infrage.

00:44:05: also dieses Bild haben wir dann auch gepostet.

00:44:07: oder mit einem Text den ich dann wirklich in der letzten Nacht wo ich wach am Bett gesessen habe, habe ich diesen Text geschrieben und hab gesagt wenn es dann soweit ist werde ich diesen text posten.

00:44:22: Ich habe Mama den noch vorgelesen sie hat aber nicht mehr mitgekriegt diesen Satz und diesen Text.

00:44:31: aber den habe ich morgens Michael geschickt Und da hab ich den sogar.

00:44:40: so, ich weiß das gar nicht.

00:44:42: Ich kann auch sein, dass wenn die mit meinem Handy reingesitzt, ich weiss es gar nicht mehr aber... Weil die Leute es wissen wollten oder beziehungsweise weil sie der Meinung war, die müssen es wissen und Es ist dann irre wie viele Reaktionen da drauf gekommen sind.

00:44:57: Ist also tatsächlich der post mit den meisten klicks denen ich je in meinem leben abgesetzt habe.

00:45:02: Wir sind ungefähr bei zweikommer fünf millionen klicks irgendwie mit einund dreißig tausend Reaktion seit ein trauriges gesicht oder irgendwas.

00:45:12: und Und dann denkst du es ist unfassbar wie viele menschen.

00:45:19: Also ihr könnt euch sicher sein, ich hab schon vieles gelesen und ich werde alles lesen.

00:45:23: Das ist so für mich balsam für die Seele.

00:45:29: Und dann sitzt du wirklich an dem Samstagabend oder Sonntags habe ich einige gelesen... ...und dann liest du irgendwo darunter was bist Du denn finde?

00:45:43: Ich weiß nicht, also auch wieder beleidigend bis dorthin aus.

00:45:47: Wieso muss man so eine Scheiße posten?

00:45:50: Ist das nötig, dass jetzt sowas habt ihr keine Zeitung?

00:45:53: Ja die Zeitungen konnten wir.

00:45:55: in der Zeitung konnten wir es nicht setzen weil die niedere Nachrichten nur noch samstags kommen und freitag konnten wir den nicht mehr reinkriegen.

00:46:03: für den samstag da wussten wir ja nicht wann die beerdigung ist und alles Ja.

00:46:07: und beim nächsten Samstag, das ist jetzt der dreizehnte also quasi zwei Tage nach Mamas Beerdigung.

00:46:13: Und ja dann habe ich gedacht es gibt vielleicht irgendwelche Leute die auch gerne kommen würden, die ja keine Informationen kriegen.

00:46:22: deswegen machen wir die Anzeige auch in die Zeitung.

00:46:27: was da an?

00:46:29: wie gesagt von Ich glaube es waren nachher knapp zehn tausend Nachrichten, die da drunter stehen mit Kommentaren also sowohl Instagram oder Facebook zusammen.

00:46:39: Also wirklich alle eine lieber und netter und freundlicher als die andere auch wie Sätze wie... Es gibt gar nicht hier so nach dem Motto Wir haben das Gefühl, wir kennen deine Mutter.

00:46:54: Aus den Bühnenprogrammen kennen sie und auch die ganzen Leute, die damals alle geschrieben haben wie Mama Geburtstag hatte und so.

00:47:02: Also eine Anteilnahme sondergleichen und einer hatte dann auch drunter geschrieben.

00:47:08: mit neunzig muss es ja wohl auch mal gut sein.

00:47:10: da kann dir auch gehen solche Sätze Da brauchte ich gar nicht darauf zu antworten, weil solche Sachen klären meine Fans alleine und haben dann da drauf geantwortet.

00:47:24: Und eine gute Freundin hat zu mir auch gesagt, dass es eng wird.

00:47:29: ganz ehrlich wenn man bedenkt das von zehntausend Nachrichten vielleicht drei oder vier Bekloppte sind Dann ist halt eigentlich ne ganz ganz verschwindende geringe Zahl von Bekloppten die sie auf unserem Planeten tummeln.

00:47:45: Nimm die anderen, die super nett und lieb und freundlich und ganz toll geschrieben haben.

00:47:54: Du hast es eigentlich recht!

00:48:00: Aber man ist eben, dass man sich dann da runterziehen lässt.

00:48:06: Beim Abschied war's für uns ganz wichtig, dass wir mit der trauere Rednerin, mit der Andrea Franken Sie könnte ruhig mal googeln, die ist Grenzgenial.

00:48:16: Die hat ein Buch geschrieben.

00:48:19: und wo ich dann wirklich nach dem Buch habe gesagt auf jeden Fall machst du die Beerdigung bei Mama Vanille als zum letzten Gruß mit verschiedenen Elementen, die sie auf Beerdigungen macht, wo man sagt diese Beerdighung wird immer im Kopf bleiben.

00:48:34: wir haben z.B.

00:48:34: Lieder gespielt.

00:48:35: Ein Lied hat Ralf gefunden, Dogist nur voraus Du gehst nicht fort, du gehst nur voraus.

00:48:44: Dieses Lied haben wir ganz am Anfang gespielt.

00:48:47: Das zerreißt sich schon in dem Moment wenn dieses Lied losgeht und irre dieses Lieder.

00:48:56: Und deswegen dann bis zum letzten Atemzug von Roland Kaiser haben wir am Ende Ganz wichtig war Mama auch, also wenn nicht beerdigt wird kommt aber auch.

00:49:05: wir sind nur Rast auf Erden.

00:49:07: Das ist so ein Lied das wurde bei uns früher immer gespielt und gesungen Und auch das haben wir eingebaut.

00:49:13: Also wir haben auch dieses Lied dann spielen lassen weil wir gesagt haben wer weiß ob alle so textischer sind.

00:49:20: Das Lied haben wir auch laufen lassen ja und dann so ein bisschen als Kontrast Weil meine Mutter hat immer Auf Geburtstagen mit meinem Onkel dann immer so wenn mein Gott köpft kommen.

00:49:32: Jetzt müssen wir was machen, hier macht gar keiner Wart auf der Geburtstag.

00:49:35: Komm jetzt machen wir zwei!

00:49:37: Und dann haben die beiden sich hingestellt.

00:49:39: meine Mutter hat sich irgendwelche Sachen in eine Haare eingebunden und dann kamen sie als Brüderchen oder Schwesterchen auf die Bühne.

00:49:46: das war ja irgendwo wo gefeiert wurde in der Silberhochzahl und am fünfzigster Geburtstahl oder was.

00:49:51: Dann stellten sie sich auf den Tisch her und fingen an zu singen packt die Badehose ein von Conny Fröbes Und wir haben tatsächlich auf der Beerdigung dann dieses Lied auch gespielt, was die Leute sich bei dem Lied an Mama erinnern und sich vorstellen wie sie auf der Bühne oder auf diesem Tisch steht.

00:50:09: Also wirklich diese Art und Weise.

00:50:12: Ganz viele haben mir hinterher gesagt ich werde dieses Lieder nie mehr im Leben hören können ohne ein Gertroth zu denken.

00:50:20: Wenn solche Situationen sind ist es ja... Irre, dass man die Menschen dann in der Form so mitnimmt.

00:50:27: Und das ist eben auch ein bisschen was bleibt.

00:50:31: und es ist wie gesagt so liebevoll gewesen diese Beerdigung.

00:50:42: Viele haben gesagt, man darf ja nicht sagen, es war eine schöne Beerdigung weil eine Beerdighung ist nie schön, beerdigung ist immer furchtbar.

00:50:48: aber Man darf nicht vergessen, dass dieser Mensch, der da geht, neunzig lange Jahre auf der Erde war und für sie selber ein wundervolles Leben hatte.

00:50:59: Ich hatte die tollste Familie in der Welt und Ralfs hatte immer die liebste Schwiegermutter der Welt.

00:51:07: Die beiden waren sich so grün.

00:51:08: Meine Mutter und mein Vater haben den Ralf so geliebt.

00:51:12: beide, die sagten das ist... Auf der Hochzeit bei uns hat mein Vater gesagt Wirklich, irgendwie haben keine Tochter verloren.

00:51:21: Wir haben einen Sohn dazubekommen und das meinten die auch

00:51:24: so.".

00:51:24: Und Ralf sagte dann, du bist für mich der Vater den ich nie hatte und auch Gertrud ist für mich wie eine Mutter.

00:51:33: Ich habe immer gesagt wenn ich mich von Ralf trenne bleiben die bei Ralf.

00:51:38: also ich wäre mir nicht sicher ob er hätte, dann hätten sie gesagt hey komm mal wir bleiben bei Rolf, da sind wir besser aufgehoben.

00:51:48: auch wie Reif hat mitgenommen, der nicht jetzt der Emotionalste bei uns in einer Beziehung ist.

00:51:55: Also ich kann Rots und Wasser holen wenn ich irgendwas sehe und was mich belastet oder so.

00:52:00: Reif weint nicht!

00:52:01: Das ist nicht weil Männer nicht weinen sondern weil er einfach... Ich weiß nicht, wie er sich gestätzt hat.

00:52:11: Manchmal sind Tränen das Wichtigste, was es gibt.

00:52:16: In den letzten Tagen ging die Mama so viel geweint und sagte, dass es besser ist, aber es tut weh.

00:52:25: Aber für mich zu sehen, wie Ralf oder Sven gelitten haben, darum war ich nicht da.

00:52:33: Wie gesagt auf dieser Beerdigung ... Zwei Nächte, bevor sie gestorben ist, drückt sie meine Hand und sagt... ...Hör mal!

00:52:42: Ist da was hin?

00:52:44: Hör mal auf die Beerdigung.

00:52:45: Ich sage mal jetzt hör doch mal auf immer von der BN... Wir können ja nicht nur von... Jaa doch!

00:52:51: Machst du denn da

00:52:52: wat?!

00:52:52: Ich sag bitte!

00:52:55: Machst du da

00:52:55: wat!?

00:52:56: Das war früher immer der Satz wenn sich irgendwie ein Rundergeburtstag anstand Dann sagte man mach's zu deinem Wat, ne?

00:53:02: Du machst aber wat,

00:53:02: ne?!

00:53:02: Ich sage dann mach' mal wie...ja so für lustig!

00:53:05: Du machst es doch,

00:53:05: ne??

00:53:06: Also für mich machst du das doch wohl.

00:53:08: Ja, ich sage irgendwas ja was denn?

00:53:10: Ich weiß es noch nicht.

00:53:13: Nicht aber nur so drei Sätze oder so.

00:53:15: Ich sag nein und da kamen die dann zwei Tage vor dem Ende.

00:53:19: du machst.

00:53:21: Wie soll ich denn mich dahin stellen um etwas Vorliebtes?

00:53:25: Kannst ja nur ein bisschen was.

00:53:26: Da muss ja nicht viel sein.

00:53:28: Aber könntest ja was Nettes sagen.

00:53:32: Und da stand ich mit den Gedanken auch etwas zu sagen.

00:53:38: Ich habe gedacht, ich schaffte das nicht.

00:53:41: Ich habe mit Andrea gesprochen und gesagt, wie machen wir das?

00:53:42: Und ihr sagt so, schreibe es auf!

00:53:45: Du kannst ablesen, sagt sie was ja gar nicht dein Ding ist.

00:53:47: aber du kannst ablesen weil dann hast du diesen Zettel an dem du dich festhältst und du musst sich hochgucken.

00:53:54: Du guckst nicht in weinende Augen.

00:53:56: und tatsächlich war's so wie ich dann hochgeguckt habe und hab die Rede gehalten, die ich Mama versprochen habe, die hier wirklich auf den Leib geschrieben hat... Ein Danke, dass sie die beste Mutter der Welt war.

00:54:10: Und das sie die liebevollste Oma und die tollste Schwiegermutter der Welt waren!

00:54:18: Es war ganz, ganz schwer.

00:54:20: Es war so unfassbar schwer lustig ist tausendmal einfacher als sowas.

00:54:26: aber wie ich dann hoch guckte da habe ich nur gedacht gut du nicht vorher hoch geguckt hast weil ich glaube da war kein Auge trocken.

00:54:37: Im Saal wollte ich schon sagen, in der Halle.

00:54:41: Es hat glaube ich jeden fast zerrissen.

00:54:45: Es waren einige da.

00:54:45: beide gesagt haben... Ich habe gedacht, ich renne raus!

00:54:48: Das ist meine Fresse, ne?

00:54:50: Also deswegen... Ja also Mama hätte gesagt, Datta hast du schön gemacht Kind und wir hatten dann ein Tischchen dastehen auf dem wir Sachen... weil Andrea sagt das wäre schön wenn wir da so ein Tischchen hätten.

00:55:05: wasso?

00:55:07: Ja, wie sagt man so?

00:55:07: Als wenn er bei meiner Mama im Wohnzimmer sitzt.

00:55:10: und dann haben wir da ihre Lieblingslampe die sie sich vor ich weiß nicht, dreißig Jahre oder vierzig Jahren gekauft hat.

00:55:17: So eine Lampe die war uns immer auf dem Sekretär stand und Die hatte sich mal gegönnt.

00:55:21: meine Mutter hat sich selber nie was gegönnen.

00:55:23: Meine Mutter hat immer anderen was gegönt aber nicht sich selber Und die hatte sich damals mal gekauft und die war so teuer.

00:55:28: und Naja das habe ich mir einfach gekauft.

00:55:32: ja schön genauso genau So, und diese Lampe stand da auch an.

00:55:38: Und dann war da so ein Teelicht.

00:55:41: Da war ein Rätselheftlachter, weil meine Mutter Leben lang gerätzt hat wie einen Weltmeister.

00:55:49: Dann hatten wir ihr Lieblingsbild.

00:55:54: Das hat sie zur Hochzeit geschenkt gekriegt.

00:55:57: Nach dem Leitspruch hat sie eigentlich ihr ganzes Leben lang gelebt.

00:56:04: Das hing immer bei ihrem Zimmer.

00:56:06: Im Schlafzimmer hing das immer, da hing später bei ihr in der Wohnung und auch jetzt im Altenheimen in ihrem Zimmer mit dem Blick, dass sie da egal wo sie im Bett nachkommt, dieses Bild mussten wir umhängen.

00:56:19: Das ging immer da und so ein Gedicht, das habe ich als Kind auswendig gelernt weil mir das auch wertvoll war.

00:56:28: Und es ist jetzt bei mir.

00:56:29: Es hängt auch jetzt bei mich im SchlafZimmer.

00:56:32: Wenn zwei Menschen sich gefunden und sich lieben und verstehen, sollten sie in allen Stunden tapfer zueinander stehen.

00:56:39: Nie ein böses Wort sich sagen kleine Fehler gern verzeihen dann ist auch an Trübentagen bei den beiden Sonnenscheinen.

00:56:47: Jede Stunde liebt Sorgen dass dem Liebsten Gutes geht nie vertrösten sich auf morgen.

00:56:52: Morgen ist vielleicht zu spät.

00:56:56: Es sind so Sprüche wo ich sage genau genauso ist es.

00:57:01: Meine Mutter hat dann auch immer gelebt und das stand da auch.

00:57:05: Und wir hatten Mozartkugeln, Mozartkuggeln haben wir dahingehend.

00:57:08: Meine Mutter ist für Reber-Mozartkugel.

00:57:12: Da wäre die für der Kevella gepilgert.

00:57:14: Das hat sie dann da... Das hat die Mozartkogeln gegessen.

00:57:19: Dann haben wir da Mozartkogen hingelegt und wirklich an dem Tag bevor die Beerdigung war, haben wir das so ein bisschen aufgebaut, schön arrangiert so ein bißchen Und dann haben wir tatsächlich noch eine Mozartkugel schnell in den Saarich reingelegt, bevor sie ihn zugemacht haben.

00:57:44: Dann habe ich das aber so irgendwie nicht reifgesagt und hinterher habe ich dann zurück gesagt, weißt du was?

00:57:49: Ich habe meiner Mutter noch ne Mozartkogel in den saarich gelegt.

00:57:52: Da bist du doof oder wat?

00:57:54: Ist er

00:57:54: wat?!

00:57:56: Ist doch nicht schlimm!

00:57:57: Ingrat jetzt ganz ehrlich.

00:57:58: und dann hab' ich gedacht, sag der Boah, was soll der Scheiß denn?

00:58:02: Also jetzt langsam drehst du durch oder so.

00:58:03: Habe ich so gedacht, dass er das sagt und weil er sagte, Du bist bekloppt?

00:58:06: Ich dachte wieso bin ich beklopt?

00:58:08: Deine Mutter hätte nie nur eine gegessen.

00:58:12: Er sagt stimmt!

00:58:13: Er sagt du hast recht eigentlich hätte man zwei reinlegen müssen.

00:58:16: Mama sagt dir mal eine lohnt sich gar nicht auspacken.

00:58:19: Wirklich also im Nachhinein ist ja Ralf du hast Recht wir haben alles mit reingepackt Die Bilder von uns in einem dieses tolle Bild, wo wir alle vier drauf sind.

00:58:33: Was wir mal gemacht haben bei ihrem Zimmer.

00:58:35: Dann haben wir das Bild vom Papa damit reingepackt.

00:58:38: Von Sveni noch ein eigenes Bild.

00:58:39: Von Onkel Herbert, Onkel Hino und Onkel Köp.

00:58:45: von den Brüdern haben wir Bilder reingelegt haben wir die alle mitgegeben, weil das war ihr wichtig diese Bilder dabei.

00:58:50: Ich habe ein Buch von mir da reingepackt mit der Widmung, die ich damals geschrieben hab für Mama.

00:58:54: Das ist wirklich das allererste Buch was ich auch abgegeben habe.

00:59:00: Das war für Mama und dann haben wir ihr mitgegen und einen Gebetbuch natürlich und alles.

00:59:06: Und ich habe den Bestatter immer angeguckt.

00:59:09: Da ist er okay?

00:59:12: Wir haben ein Rosenkranz, wir haben einen Schutzengel.

00:59:15: Wir haben alles reingepackt was sie haben musste oder hätte wollen und ich fühle mich da gut bei.

00:59:26: Ich weiß das Mama bestimmt gesagt hätte nach der Beerdigung dass die gesagt hätte Hümmer!

00:59:33: Da war schön!

00:59:35: Genau so!

00:59:38: Und wir haben so vieles alles gemacht wie sie wollte.

00:59:42: Ich muss über gar nichts nachdenken, weil ich genau weiß wir haben so viele Sachen im Vorfeld besprochen.

00:59:48: Ich wusste genau so machen wir das, so machen die das, also machen wir dazu.

00:59:53: Wir haben Luftballons am Grab steigen lassen und da drauf steht vermissen dich und das war mir wichtig und Ralf hier unser Berufsökologe der gesagt hat Wir können aber, wir müssen abbaubare Luftbeine weg.

01:00:11: Man kann mal wegen der Umwelter gehen.

01:00:12: Ich sag halt du hast recht!

01:00:14: Wir haben sogar den Band, was da dran sollte und ich dachte auch selbst das muss ökologisch sein, das hat eine ökologe Abbau.

01:00:21: Irgendwo haben wir wirklich alles gedacht.

01:00:26: Es ist nichts wo ich sage Mensch hätten wir das Hätten wir das noch gemacht Und ich glaube dass es wichtig, dass du dir nirgendwo Eine wie soll ich sagen eine Situation hast, wo du sagst Mensch das geht nicht.

01:00:44: Viele haben auch gefragt wann startest Du wieder?

01:00:47: Wann fängst Du wieder an?

01:00:48: und ich habe gesagt Ich werde auf jeden Fall wieder auf die Bühne gehen schnellstmöglich weil Die bühne ist mein Leben Und meine Mutter sagt auch immer the show must go on!

01:01:04: Ich bin schon oft da sie auf einer bühnen gestanden habe wo mein Herz ganz schwer war, weil ich gute Freundin beerdigt habe oder solche Sachen.

01:01:13: Wo die Menschen abends nicht gemerkt haben wie traurig oder wie schlecht es mir ging.

01:01:19: und hier und da sagte mal jemand der mich vielleicht ein bisschen besser kannte und sagte was aber heute?

01:01:27: ein bisschen Sparflamme?

01:01:29: Was war?

01:01:30: Und dann sage ich ja, ich sage Ich hab um vier Uhr noch auf einer Beerdigung gestanden Scheiße, ja ich sag deswegen.

01:01:39: Ja du hast es vielleicht jetzt gut gemerkt aber ich glaube die anderen im Saal haben's nicht gemerkt und deswegen... Ich hab so vieles jetzt was ich verarbeiten muss und wir haben jetzt zum Beispiel heute auf der Beerdigung war die ganze Crew vom Altenheim die Mama mitbeerdigt haben.

01:02:00: das ist glaub ich auch nicht so üblich dass sie dass die Schwestern Alle zu einer Beerdigung gehen und alle dann da sich verabschieden.

01:02:11: Ich glaube, das ist auch nicht so üblich, dass die da in... ich weiß nicht wie viele dieses Mal dabei waren, ne?

01:02:16: Die eine Hälfte musste arbeiten, die andere Hälften war dabei Und es waren alle Schwestern, die meine Mutter geliebt hat.

01:02:25: Die waren alle da!

01:02:26: Und die waren alle abgesprochen im Pink Weil Pink war Mamas Farbe und die hatten alle was Pinkes an.

01:02:32: Und selbst Jens, Mamas Pflege, wo die ... Dann hab ich nur gesagt so aus Spaß.

01:02:37: Ich sag auch guck mal ne?

01:02:39: Ich hab noch eine Pinkes Oberteil von Mama wollte das haben für der Beerdigung.

01:02:42: Da guckte mich an und sagte er meist nicht dein Ernst oder heißt das.

01:02:46: Habe ich jetzt so gedacht vielleicht, ne?

01:02:48: Und da sagt er, ich zieh nix Pinkes An!

01:02:52: Und da wird er auf den Friedhof, hat er mich dann gedrückt und ich guckt ihn an.

01:02:56: Dann hat er oben ne... eine pinke Blume.

01:03:01: Aus Stoff hat er oben bei sich am T-Shirt gehabt, es hatte ein bisschen Pink, wollte ich ja doch schon haben.

01:03:07: und ich glaube wenn ich jetzt immer im Publikum ganz viele Leute in Pink sehe, werde ich immer denken oder ich würde meistens immer gedacht auch das haben die an weil ich jetzt bin aber vielleicht rede ich mir halt jetzt demnächst schön wenn Menschen da in Pinks sitzen, dass sie sagen dort habe ich jetzt für Mama an.

01:03:29: Das sind so Sachen, auch wie ich starte jetzt nächste Woche wieder.

01:03:35: Ich starte wirklich am achtzehnten bin ich in Uldigen an Bodensee und ich werde auch da wieder auf der Bühne stehen.

01:03:43: Und Mama hat das auch gesagt, ne?

01:03:44: Der hat doch gesagt, sagt doch nichts ab!

01:03:46: Ich sag Mama wenn ich jetzt nix absach muss ich jetzt fahren.

01:03:49: Ich sage dann muss ich heute zu... Achso ja aber Absagen Inge tatut man nicht.

01:03:55: Ja ich weiß es Ich weiß es, ich würde auch nicht absagen.

01:03:58: Das haben auch ganz viele geschrieben.

01:04:00: Wenn ich irgendwas Schlimmes wäre oder wenn ich irgendetwas wirklich ganz wichtig ist, dann würde ich gerade keine Auftritte absagen und das würde ich auch nicht machen.

01:04:07: aber deswegen, Mama hat auch gesagt du musst dann auch ganz schnell wieder auf die Bühne weil das dein Leben und dein Leben ist ja genauso wertvoll und genau so wichtig dass Du wieder das machst was Du liebst.

01:04:23: Ich liebe die Bühne und ich bin am achtzehnten in Mühlhofen, werde ich wieder auf der Bühnen stehen.

01:04:29: Ich bin den Denklingen glaube ich am Sonntag.

01:04:34: Ich habe noch Una, ich hab noch Dortmund – ich weiß gar nicht wo ich noch überall bin.

01:04:39: In Zons bin ich noch!

01:04:42: Und die Termine werden alle stattfinden und immer vielleicht mit einer kleinen Train im Hintergrund für meine Mama weil man ja sagt die ersten sechs Wochen macht man erst mal gar nichts.

01:04:54: Ich mache auch nicht viel.

01:04:55: Ich werde doch nicht feiern gehen irgendwo, da habe ich... Da steht mir noch nicht der Kopf nach.

01:05:01: aber andere oder wie hat Mama dazu schön gesagt?

01:05:05: Ja wenn jemand stirbt ist das natürlich schlimm Aber andere müssen dann ja auch nach ne Woche oder so wieder arbeiten.

01:05:14: Ja ich sage glaubt das ist eine ganz ganz schöne Erklärung!

01:05:19: Ich glaube es ist wirklich die schönste Erklärungen und die liebeserklärungen an Mama dass ich jetzt hier diesen Podcast einfach mal eine Stunde nur über sie gesprochen habe.

01:05:31: Ich weiß nicht, Sie hätte dem wahrscheinlich auch gerne mal gehört aber das geht leider nicht mehr.

01:05:36: und wie gesagt es ist alles gesagt!

01:05:40: Es ist alles passiert, es ist alle geregelt.

01:05:44: wir haben alles so gemacht wie Mama wollte.

01:05:47: es gibt nichts wo ich sagen würde da hätte ich anders gemacht.

01:05:51: oder ja doch vielleicht eins Vielleicht eins hätte ich anders gemacht, vielleicht hätte ich hier zwei Mozart Kugeln reinlegen sollen.

01:06:05: In dem Sinne tschü zusammen!

01:06:10: Tschüss, tschüss!

01:06:15: Ja dann, heihabend.

Über diesen Podcast

Tja, irgendwie gibt es immer was zu erzählen. Und ich muss reden, schließlich hört hier zu Hause sowieso keiner zu, deshalb vielleicht überall anders. Hier und da lade ich mir auch mal einen Gast ein und wir analysieren zusammen. Lustig, nachdenklich, verrückt, ehrlich, unverfälscht, direkt... noch mehr Adjektive würden übertrieben wirken. Viel Spaß beim Hören.

von und mit Ingrid Kühne

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